Ziel eines guten Online-Marketingmix ist die konsequente Abstimmung aller Marketing-Instrumente aufeinander. Selten wird diese Strategie jedoch effektiv umgesetzt. Die einzelnen Mittel für sich sind zwar oft gut gemacht, das Zusammenspiel wird jedoch meist vernachlässigt. Ein Beispiel für ein gut aufeinander abstimmbares Team sind Unternehmenswebsite und Newsletter.
Viele Unternehmer legen bei der Implementierung ihrer Webseiten Wert auf eine klare Struktur, eine übersichtliche Navigation und die anschauliche Darstellung der angebotenen Informationen. Dieser erste Schritt in Richtung erfolgreichem Online-Marketing sollte selbstverständlich sein. Auch der zweite Schritt, die suchmaschinenfreundliche Aufbereitung aller Inhalte für relevante Keywords, ist heute gang und gäbe. Hier hört dann aber meist das Website-Marketing auf, dabei ist weiteres Potential möglich.
Für ein effektiveres Online-Marketing kann in einem dritten Schritt das Navigationsverhalten der Website-Besucher analysiert werden. Von Bedeutung ist hier natürlich welche Produkte und Dienstleistungen angesehen wurden. So kann ein Interessen-Profil für jeden einzelnen Kunden erstellt werden. Je besser man seine Kunden kennt, umso besser kann auf deren Wünsche und Vorlieben reagiert werden. Die Analyse des Navigationsverhaltens ist die perfekte Möglichkeit ohne direkte Befragung mehr über seine Kundschaft zu erfahren. Als erstes Ergebnis werden die favorisierten Themengebiete deutlich. Zeichnet sich ein bestimmtes Thema bei einem breiten Publikum als besonders beliebt ab, kann dieses durch spezielle Online-Marketing-Kampagnen, wie beispielsweise Aktionswochen oder Angebote, aufgegriffen werden.
Ein zweiter Weg die Navigationsanalyse zu nutzen, ist die gezielte Ansprache der Kundschaft mittels Direkt-Marketing. Im Online-Marketing hat sich hier der Newsletter als Standardinstrument etabliert. Aber auch wenn sich Newsletter bei Unternehmen großer Beliebtheit erfreuen, lösen sie bei Empfängern nicht selten Frust aus und landen ungelesen im Spam-Ordner. Es werden einfach zu viele verschickt, die dann auch noch viel zu oft keine interessanten Informationen bereit halten. Hier geht Qualität eindeutig vor Quantität.
Falsches E-Mail-Marketing verfehlt nicht nur sein Ziel, sondern hat dazu noch einen negativen Effekt, wenn Kunden die Newsletter wie „Werbezettel“ als störend empfinden und diese Emotion mit dem Unternehmen verknüpfen. Um die Qualität der Newsletter zu erhöhen, kann die Website ein guter Partner sein. Sie hilft, relevante und damit werbewirksame Informationen herauszukristallisieren. Ein Kunde dessen Navigationsverhalten analysiert wurde, kann leicht mit den passenden Zusatzinformationen versorgt werden. Hat er z.B. Interesse für bestimmte Produkte oder Produktgruppen gezeigt, liegt es nahe ihm neue Angebote aus diesem Bereich als Newsletter zu schicken. Der Betreff sollte dann gleich auf das Angebot hinweisen, um Interesse zu wecken. Auch eine direkte Ansprache des Kunden mit Namen trägt dazu bei, dass der Newsletter geöffnet wird. Bei personalisierten E-Mails beträgt die Open-Rate, also die Anzahl tatsächlich geöffneter Nachrichten, bis zu 50%. Ein Wert der deutlich über dem der unpersonalisierten Newsletter liegt. Die Wahrscheinlichkeit eine Aktion des Kunden auszulösen, z.B. zur Homepage zu navigieren, liegt 4 bis 10 mal höher als bei herkömmlichem E-Mail-Marketing.
Ein gekonntes E-Mail-Marketing setzt sich bewusst von Newsletter-Spam ab. Die Unternehmenswebsite ist hier der ideale Partner, um personalisiertes Direkt-Marketing erfolgreich umzusetzen.
Gastautor: "Malus"